Eine Photovoltaikanlage produziert nur dann sauberen Strom, wenn sie fachgerecht angeschlossen ist. Der elektrische Anschluss ans öffentliche Netz darf ausschließlich von einer eingetragenen Elektrofachkraft durchgeführt werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie der Anschluss abläuft, welche Anmeldungen nötig sind und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.
Warum eine Elektrofachkraft Pflicht ist
Der Anschluss einer PV-Anlage betrifft die Netzsicherheit und den Personenschutz. Deshalb schreiben die Netzbetreiber vor, dass nur ein im Installateurverzeichnis eingetragener Fachbetrieb die AC-seitige Installation und die Netzanmeldung übernehmen darf. Fehler beim Anschluss können zu Bränden, Anlagenschäden oder Problemen bei der Einspeisevergütung führen.
Der Ablauf Schritt für Schritt
1. Planung und Netzanfrage
Vor der Installation stellt der Fachbetrieb eine Netzanfrage beim zuständigen Netzbetreiber. Dabei werden Leistung und Einspeisekonzept geklärt.
2. DC-seitige Installation
Die Solarmodule werden montiert (meist durch einen Dachdecker oder Solarteur) und zu Strings verkabelt. Die Gleichstromleitungen werden zum Wechselrichter geführt.
3. AC-seitige Installation
Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um. Wir binden ihn an die Hausinstallation an, erweitern die Unterverteilung um die nötigen Schutzeinrichtungen und installieren – falls gewünscht – einen Batteriespeicher.
4. Zähler und Messkonzept
Ein Zweirichtungszähler erfasst eingespeisten und bezogenen Strom. Das passende Messkonzept stimmen wir mit dem Netzbetreiber ab.
5. Inbetriebnahme und Netzanmeldung
Nach allen Messungen nach VDE-AR-N 4105 nehmen wir die Anlage in Betrieb, erstellen das Inbetriebnahmeprotokoll und melden sie beim Netzbetreiber an. Zusätzlich erfolgt die Eintragung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.
Was kostet der Anschluss?
Der reine elektrische Anschluss hängt von Anlagengröße, Wechselrichter, Speicher und dem Aufwand für die Unterverteilung ab. Für eine typische Anlage im Einfamilienhaus bewegt sich der Elektro-Anteil im vierstelligen Bereich. Ein individuelles Angebot ist immer sinnvoll – kontaktieren Sie uns mit den Eckdaten Ihrer geplanten Anlage.
Worauf Sie achten sollten
- Beauftragen Sie einen im Installateurverzeichnis eingetragenen Fachbetrieb.
- Achten Sie auf normgerechte Ausführung nach VDE-AR-N 4105.
- Lassen Sie sich Inbetriebnahmeprotokoll und Übergabedokumentation aushändigen.
- Klären Sie frühzeitig das Messkonzept mit dem Netzbetreiber.
Fazit
Der Anschluss einer PV-Anlage ist Facharbeit – von der Netzanfrage bis zur Anmeldung. Mit einem erfahrenen Elektro-Meisterbetrieb an Ihrer Seite läuft alles normgerecht, sicher und ohne bürokratische Stolpersteine.
