Eine der häufigsten Fragen zur Elektroprüfung lautet: Wie oft müssen ortsveränderliche Betriebsmittel geprüft werden? Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Die genauen Prüffristen hängen von der Beanspruchung und der Fehlerquote ab. Dieser Beitrag bringt Klarheit.
Was sind ortsveränderliche Betriebsmittel?
Ortsveränderliche Betriebsmittel sind elektrische Geräte, die während des Betriebs bewegt oder leicht umgesteckt werden können. Dazu zählen unter anderem Laptops und deren Netzteile, Verlängerungskabel, Steckdosenleisten, Bohrmaschinen, Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Tischlampen.
Welche Prüffristen empfiehlt die DGUV V3?
Die DGUV Vorschrift 3 nennt Richtwerte, die als Orientierung dienen. Typische Intervalle sind:
- Büro und ähnliche Umgebung: alle 24 Monate (Richtwert), wenn die Fehlerquote unter 2 % liegt.
- Werkstätten und gewerbliche Nutzung: alle 12 Monate.
- Baustellen und raue Umgebung: alle 3 Monate.
- Feuchträume und Küchen: verkürzte Intervalle wegen erhöhter Beanspruchung.
Wie werden die Fristen festgelegt?
Der Unternehmer legt die konkreten Prüffristen auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung fest. Entscheidend ist die sogenannte Fehlerquote: Liegt der Anteil beanstandeter Geräte bei einer Prüfung unter 2 %, darf das Intervall verlängert werden. Steigt die Quote, muss häufiger geprüft werden. So passt sich das Intervall der tatsächlichen Sicherheitslage an.
Warum die Fristen wichtig sind
Werden Prüffristen überschritten, gilt ein Betriebsmittel formal als nicht geprüft. Kommt es dann zu einem Unfall, kann das haftungs- und versicherungsrechtliche Folgen haben. Eine lückenlose Dokumentation und ein Erinnerungssystem sind daher unverzichtbar.
Tipp: Erinnerungsservice nutzen
Wir führen für unsere Kunden eine Prüfhistorie und melden uns automatisch, bevor der nächste Termin fällig wird. So verpassen Sie keine Frist und bleiben jederzeit rechtssicher.
So behalten Sie den Überblick
- Führen Sie ein Verzeichnis aller Betriebsmittel.
- Notieren Sie Prüfdatum und nächste Fälligkeit (steht auch auf der Prüfplakette).
- Dokumentieren Sie jede Prüfung mit Protokoll.
- Passen Sie die Intervalle an die Fehlerquote an.
Fazit
Es gibt keine pauschale Frist für alle Geräte – aber klare Richtwerte und ein bewährtes System zur Festlegung. Wer regelmäßig prüft und sauber dokumentiert, ist auf der sicheren Seite. Unsicher, wann Ihre Geräte dran sind? Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie zu den passenden Intervallen und übernehmen die Prüfung.
