24. August 2026

DGUV V3-Prüfung: Pflicht, Fristen und Kosten – der komplette Ratgeber

Wer muss die DGUV V3-Prüfung durchführen lassen, wie oft ist sie fällig und was kostet sie? Alle Antworten zur gesetzlich vorgeschriebenen Elektroprüfung im Überblick.

Die DGUV V3-Prüfung (früher BGV A3) ist für Unternehmen keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht. Wer elektrische Geräte und Anlagen betreibt, muss diese regelmäßig durch eine Elektrofachkraft prüfen lassen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wer betroffen ist, welche Fristen gelten und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Was ist die DGUV Vorschrift 3?

Die DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ ist eine Unfallverhütungsvorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Sie verpflichtet Arbeitgeber dazu, elektrische Anlagen und Betriebsmittel in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und regelmäßig prüfen zu lassen. Rechtliche Grundlage sind unter anderem das Arbeitsschutzgesetz, die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und die DGUV V3 selbst.

Wer ist zur Prüfung verpflichtet?

Betroffen ist grundsätzlich jeder Arbeitgeber, der elektrische Betriebsmittel einsetzt – vom kleinen Büro über Handwerksbetriebe und Gastronomie bis zur Industrie. Sobald Mitarbeiter elektrische Geräte nutzen, greift die Prüfpflicht. Auch Vermieter von gewerblichen Immobilien und Betreiber öffentlicher Einrichtungen sind betroffen.

Kommt es zu einem Unfall durch ein nicht geprüftes Gerät, haftet der Arbeitgeber – im schlimmsten Fall persönlich und strafrechtlich. Zudem kann die Versicherung Leistungen kürzen oder verweigern.

Welche Prüffristen gelten?

Die Fristen richten sich nach Art des Betriebsmittels und den Umgebungsbedingungen. Typische Richtwerte sind:

  • Ortsveränderliche Betriebsmittel (z. B. Verlängerungskabel, Laptops, Kaffeemaschinen): alle 6 bis 24 Monate, in Büros meist alle 24 Monate, auf Baustellen alle 3 Monate.
  • Stationäre Anlagen (fest installierte Verteiler, Leitungen): in der Regel alle 4 Jahre.
  • Anlagen in besonderen Bereichen (Feuchträume, Küchen, Werkstätten): kürzere Intervalle wegen höherer Beanspruchung.

Die genaue Frist legt der Unternehmer auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung fest – wir beraten Sie dabei gerne.

Was wird bei der Prüfung gemacht?

Eine DGUV V3-Prüfung besteht aus mehreren Schritten: der Sichtprüfung auf äußere Mängel, dem Messen von Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand und Ableitstrom sowie einer Funktionsprüfung. Jedes geprüfte Gerät erhält eine Prüfplakette, das Ergebnis wird in einem Prüfprotokoll dokumentiert.

Was kostet die DGUV V3-Prüfung?

Die Kosten werden meist pro Gerät abgerechnet. Für ortsveränderliche Betriebsmittel liegen sie häufig zwischen 4 und 12 Euro pro Gerät, bei größeren Stückzahlen sinkt der Preis durch Mengenrabatte. Stationäre Anlagen und Maschinen werden individuell kalkuliert.

Wie viel Ihre Prüfung konkret kostet, können Sie in wenigen Sekunden selbst berechnen: Nutzen Sie unseren kostenlosen Preisrechner und fordern Sie direkt ein unverbindliches Festpreis-Angebot an.

Fazit

Die DGUV V3-Prüfung schützt Ihre Mitarbeiter, sichert Sie rechtlich ab und ist mit dem richtigen Partner schnell erledigt – meist sogar im laufenden Betrieb. Wichtig ist, die Fristen im Blick zu behalten und die Prüfung lückenlos zu dokumentieren.

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